Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Paarigkeit

Bereitschaft zur Paarung. Die Paarigkeit ist naturbedingt in den Frühlings- und Sommermonaten am größten, wird in den anderen Jahreszeiten  aber auch durch eine zeitweilige Geschlechter-Trennung  erreicht.

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Paarung

Brieftauben zur Paarung zu veranlassen, bedeutet meistens keine besonderen Schwierigkeiten und ist grundsätzlich zu jeder Jahreszeit möglich. Voraussetzung ist natürlich eine gute Gesundheit und eine gewisse → Paarigkeit beider Geschlechter, die naturbedingt im Frühling und Sommer am grö ... mehr

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Paarungstrieb

durch die Geschlechtshormone gesteuerte Bereitschaft zur Paarung.

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Paddy-Reis

unpolierter, von Samenhaut und Spelzen umschlossener Reis. Siehe auch → Reis.

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Pankreas

→ Bauchspeicheldrüse

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Panmixie

wiss. Ausdruck für die Vermischung sämtlicher Erbfaktoren.

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Papillen

warzenförmige Hauterhebungen.

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Papillom

gutartige Hautgeschwulst (Warzen- oder Zottengeschwulst) aus gefäßhaltigem Bindegewebe.

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Paramyxovirus-Infektion

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Virusinfektion des Paramyovirus Typ 1, einem Subtyp des Erregers der Newcastle-Krankheit der Hühner. In Deutschland verbreitete sich diese Infektion erstmalig nach einer Tauben- und Geflügelausstellung im November 1982 in Nürnberg. Das Viru ... mehr

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Parasitäre Erkrankungen

Durch Parasiten hervorgerufene Krankheiten. Die wichtigsten Parasitären Erkrankungen bei Brieftauben sind:

 

  • Trichomoniasis (Gelber Knopf)
  • Kokzidiose
  • Spulwurmbefall
  • Haarwurmbefall
  • Bandwurmbefall
  • Histomoniasis

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Parasiten

(Schmarotzer), Lebewesen, die sich in oder auf einem anderen Lebewesen aufhalten und sich von ihm ernähren.

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Paratyphus

→ Salmonellose

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Parentalgeneration

→ Elterngeneration

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Pass-Paarung

tierzüchterischer Begriff. Man versteht darunter die Paarung von Elterntieren, um anhand der Nachkommenprüfung → Kombinationseignung und → Zuchtwert festzustellen. Zeigen die Nachkommen die gewünschte Leistungsfähigkeit (Heterosis), »passt« die Kreuzung der betreffenden Linien.

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Passiver Flügel

→ Flügel

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Pasteurellose

Erreger dieser Krankheit sind Bakterien, die in der Tierwelt eine große Bedeutung haben und häufig Infektionen der Atemwege hervorrufen. Es kommt hierbei zu beidseitigen Lidbindehautentzündungen, die schnell eitrig werden, und zu starken Veränderungen im Atmungstrakt. Zur Therapie werden Breitsp ... mehr

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Pathogenität

krankmachende, krankheitserregende Wirkung von Krankheitserregern (nicht z. B. von chemischen Faktoren, Strahlen, physikalischen Einwirkungen).

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Pedigree

engl., Ahnentafel; tabellarische Darstellung aller bekannten Vorfahren eines Individuums über eine begrenzte Anzahl von Generationen (meist 3–5 Generationen zurück). In der Regel stehen die männlichen Vorfahren oben, die weiblichen unten.

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Pellets

→ Pressfutter

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Pepermans

Louis, † 1968, Zembst (Belgien). In den 50er und 60er Jahren errangen die Pepermans-Tauben Jahr für Jahr eine Vielzahl absoluter Spitzenpreise auf allen Entfernungen zwischen 100 und 600 km. Im Jahre 1968, nach dem Tod von Louis Pepermans, wurde der gesamte Bestand auf einer Totalversteiger ... mehr

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Peristaltik

Kontraktionswellen der glatten Muskulatur in Hohlorganen, die vom Willen nicht zu beeinflussen sind. Durch Peristaltik wird z. B. der Inhalt von Darm, Gefäßen, Harn, Ei- und Samenleiter bewegt.

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Perlaugen

→ Glasaugen

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Petersilie

ist besonders reich an Vitaminen (Vitamin C) und Mineralien (Eisen) und gilt bei zahlreichen Züchtern als beliebtes Beifutter für Brieftauben. Sie ist nicht so sehr abhängig von der Jahreszeit und steht auf einigermaßen geschützten Fleckchen fast das ganze Jahr über zur Verfügung.

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Peus

Dr., Elisabeth, *1979, seit 2007 Tierärztin in der ? Taubenklinik des ? Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. in Essen.

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Pflanzenkeime

keimende Körner (z. B. Weizenkeime) stellen für zahlreiche Züchter aufgrund des hohen Vitamingehaltes (Vitamin E) eine beliebte Ergänzungs-Nahrung für Brieftauben dar. Vor allem während der Zuchtperiode (bessere Schlupf- und Aufzuchtergebnisse) und Reisezeit (Erhaltung des Appetits der Witwer) ... mehr

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Pflugscharbein

letzter, besonders großer Schwanzwirbel, der die  zwölf Steuerfedern trägt.

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Pförtner

Magenausgang zum Dünndarm.

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pH-Wert

Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. Laut Trinkwasserverordnung weist Leitungswasser einen pH-Wert von 6,5 bis 9,5 auf. Durch Zugabe von Säuren (z. B. Obstessig) senken viele Taubenzüchter den pH-Wert des Wassers für ihre Tiere. Diesem leicht angesäue ... mehr

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Phänotyp

(Erscheinungsbild), entsteht durch das Zusammenwirken von Erbgut (Genotyp) und Umwelteinflüssen.

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Phenylalanin

essentielle (lebenswichtige) → Aminosäure.

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Phosphor

stellt neben Kalzium das am häufigsten im Taubenkörper vorhandene Mineral dar. Es ist Hauptbestandteil des Knochengerüstes und spielt bei verschiedenen chemischen Reaktionen wie z. B. der Verbrennung von Fetten und Kohlehydraten eine wichtige Rolle. Es ist reichlich im Körnerfutter enthalten, im ... mehr

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Physiologisch

die natürlichen Lebensvorgänge betreffend.

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Phytohormone

pflanzliche Wachstums-Hormonstoffe.

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Phytonzide

Z. B. in der Zwiebel, dem Knoblauch, im Meerrettich oder Eukalyptus vorkommende pflanzliche Antibiotika. Sie unterstützen das Immunsystem und können Bakterien töten. Auf diese Weise helfen sie gegen leichte Infektionen.

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Pieper

Bezeichnung für Jungtauben, die noch piepen.

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Pigmente

Farbstoffsubstanzen, die als mikroskopisch kleine Körner in den Zellen von Tieren und Pflanzen enthalten sind. Je dichter die Pigmentkörnchen z. B. in den Federn liegen, je dunkler und widerstandsfähiger sind sie. Weiße Federn, die pigmentlos sind, unterliegen daher viel stärker der allgemeinen ... mehr

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Pilze

Hauptgefahr droht hier durch verdorbenes Futter. Bei Bedarf sollten daher Schimmelpilzuntersuchungen von Futterproben durchgeführt werden. Häufig findet man Pilzerkrankungen in Taubenbeständen, die häufig mit Antibiotika behandelt werden. Die dadurch bedingte Abwehrschwächung bevorteilt Pilze.

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Plasmon

im Zellplasma, also außerhalb der → Chromosomen, liegende Erbsubstanz.

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Plusvarianten

für die Zucht besonders geeignete Elterntiere.

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Pneumatizität

Lufthaltigkeit der Vogelknochen. Die daraus resultierende Leichtigkeit des → Knochengerüstes trägt wesentlich zum Flugvermögen der Vögel bei.

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Pocken

Erreger der Pocken, die bei vielen Tieren und auch bei den Menschen vorkommen, sind Viren, die aber meist wirtsspezifisch sind. Die Viren leben in den Zellen der Haut bzw. Schleimhaut und erzeugen dort die typischen Wucherungen. Ausgeschieden werden die Erreger durch Speichel, Nasensekret und Träne ... mehr

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Polygenie

die Beeinflussung eines Erbmerkmales durch mehrere Gene.

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Polyphänie

die Beteiligung eines Gens an der Ausbildung mehrerer Erbmerkmale.

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Ponderosa

→ Eijerkamp

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Population

Gesamtheit von Lebewesen einer Art in einem bestimmten Gebiet; z. B. die Tauben gleicher Rasse eines Züchters.

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Populationsgenetik

auf Brieftauben bezogen, die Vererbung innerhalb einer geschlossenen Brieftaubengruppe.

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Poul

Möglichkeit des → Geldspiels mit zehnfachem Gewinn.

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Prange

Günter, Meppen.

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Präpatenz

Zeitspanne, die ein infektiöses Ei oder eine infektiöse Larve braucht, um sich im Wirt zu einem geschlechtsreifen Wurm zu entwickeln.

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Präpotenz

man versteht darunter die Fähigkeit, Nachkommen mit überlegenen Qualitäten zu zeugen.

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Preis

bei den → Preisflügen sind die schnellsten 33 1/3 % der eingesetzten Tauben preisberechtigt und werden in der sog. Preisliste registriert.

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Preisflug

von den einzelnen Reisevereinigungen (RV) des → Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. werden an den Wochenenden der Monate Mai bis September etwa 12–14 Preisflüge für Alttauben und 5–6 Preisflüge für Jungtauben organisiert und durchgeführt. Es handelt sich dabei um Brieftauben ... mehr

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Preisflugbestimmungen

die Bestimmungen zur Organisation und Durchführung von → Preisflügen sind in der → Reiseordnung des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. festgehalten.

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Preiskilometer

eine Messgröße zur Feststellung der Reiseleistung von Brieftauben. Dabei wird die Kilometerzahl der → Preisflüge addiert, auf denen die Taube einen Preis errang.

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Preisliste

für jeden Preisflug wird eine Preisliste erstellt. Sie muss enthalten: den Namen des Veranstaltersden Auflassortdie mittlere EntfernungAuflassdatum und AuflasszeitAngaben über das WetterAnkunftszeit und Fluggeschwindigkeit der ersten und ... mehr

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Preislistenverrechner

EDV-Dienstleister, der im Auftrag einer Reisevereinigung die → Preisliste errechnet. Der Preislistenverrechner muss vom → Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. lizenziert sein.

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Preisrichter

besonders geschulte und geprüfte Brieftaubenzüchter, die auf → Ausstellungen gezeigte Brieftauben nach den Regeln des sog. → Standard bewerten können.

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Preisrichtervereinigung

Zusammenschluss der →  Preisrichter.

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Preistauben

die schnellsten 33 1/3 % der zu jedem Preisflug eingesetzten Tauben sind preisberechtigt. Sie werden in der Reihenfolge der Fluggeschwindigkeit (oder errechneten Ankunftszeit) in der → Preisliste aufgeführt.

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Preiszeit

→ Konkurs

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Pressfutter

gewerblich hergestelltes, hochwertiges Futtermittel, das alle für die Ernährung nützlichen und erforderlichen Bestandteile enthält. Als Beifutter verwendet – etwa 15–25 % der Tagesration –, leistet es vor allem in der Jungtier-Aufzucht und zur schnellen Regeneration abgekämpfter Reisevög ... mehr

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Primärinfektion

an erster Stelle stehende Infektion.

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Progesteron

Geschlechtshormon, von dem die Sekretion des Eileiters bei der Eibildung und das Brutverhalten ausgelöst wird.

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Prolaktin

von der Hirnanhangdrüse oder Hypophyse abgesondertes Hormon, das die Bildung der Kropfmilch auslöst. Weitere Funktionen dieses Hormons: Auslösen des Bruttriebes; Ausbildung der Brutflecken; Unterdrückung des Fortpflanzungstriebes während der Brutzeit und in der Anfangsphase der Jungtieraufzucht ... mehr

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Prolan A

von der Hypophyse gebildetes Hormon, das die Keimdrüsen anregt.

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Proliferation

Wucherung des Gewebes durch Zellvermehrung (z. B. bei Entzündungen und Geschwulsten).

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Prophylaxe

Vorbeugung; Maßnahme zur Verhütung von Krankheiten.

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Propolis

der Name stammt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie Verteidigungssystem. Man nennt Propolis auch Kittharz. Den Rohstoff für Propolis sammeln die Bienen von Baumrinden und Knospen. Sie kleiden damit ihren Bienenstock aus, um ihn so gegen Krankheiten von außen zu schützen. Propolis wirk ... mehr

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Proportion

Größenverhältnis; der Körper sollte durch ausgewogene Proportionen beeindrucken.

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Proteide

zusammengesetzte Eiweißstoffe, die neben → Aminosäuren noch eiweißfremde Bestandteile enthalten. Proteide sind in der Natur weit häufiger verbreitet als → Proteine.

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Proteine

einfache Eiweißstoffe, die ausschließlich aus → Aminosäuren zusammengesetzt sind.

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Protozoen

mikroskopisch kleine, einzellige Tiere. Unter den Protozoen befinden sich zahlreiche Krankheitserreger wie z. B. Kokzidien.

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Provitamine

Vorstufen zu den eigentlichen → Vitaminen.

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Pterylen

→ Federfluren

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Puder

→ Federpuder

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Puderfedern

Daunenfedern mit Dauerwachstum, deren Enden laufend zu einer feinen Hornmasse, dem Federpuder, zerfallen.

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Puderschnupfen

eine dem Heuschnupfen ähnliche Allergie, die durch die mikroskopisch kleinen Federpuderkörnchen hervorgerufen wird.

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Puls

→ Herzschlag

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Punktat

durch Punktion mittels einer Hohlnadel gewonnene Körperflüssigkeit.

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Punnet-Quadrat

→ Vererbung der roten Gefiederfarbe bei Brieftauben.

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Pupille

die Pupille der Brieftaube ist kreisrund und schwarz in der Mitte der Regenbogenhaut des Auges erkennbar. Sie ist das eigentliche »Sehloch« des Auges.

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Pygostyl

(Pflugscharbein), lattenartiger Abschlussknochen der Schwanzwirbelsäule, der die Steuerfedern des Schwanzes trägt.

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Das komplette Lexikon ist zu beziehen beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. Katernberger Str. 115, 45327 Essen, Tel.: 0201-872240

Pudel