Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Magen

der Magen der Taube befindet sich in der linksseitigen, hinteren Leibeshöhle und besteht aus dem → Drüsenmagen und dem Muskelmagen. Zwischen beiden kommt es bei der Aufbereitung der Nahrung zu einer echten Arbeitsteilung. Dabei wird vom Muskelmagen die mechanische und ... mehr

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Magenhaut

grünlich-gelbe, feste und widerstandsfähige Haut, die den → Muskelmagen vor Verletzungen schützt.

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Magensteinchen

dienen der mechanischen Aufbereitung der Nahrung. Es handelt sich hierbei um sehr harte Kieselsteinchen, die nicht von den Magensäuren angegriffen werden. Sie können sehr lange im Magen verweilen und wirken dort als »Mahlsteine« bei der Zerkleinerung der harten Körner mit. Gelege ... mehr

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Magnesium

ist ein wichtiger Mineralstoff, der an der Bildung von Knochen-, Muskel- und Nervengeweben beteiligt ist und beim Stoffwechsel der Kohlehydrate und Eiweiße eine Rolle spielt. Er ist ferner Bestandteil des Blutes, des Gehirns und der Keimdrüsen. Ein Mangel führt, wenngleich er nur i ... mehr

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Magnetit

magnetisierbares Eisenoxyd. Erst kürzlich wurde von Wissenschaftlern Magnetit im Kopfgewebe der Tauben – oberhalb der Taubenaugen – gefunden. Damit ist es Brieftauben offensichtlich möglich, mit Hilfe des Erdmagnetfeldes zu navigieren.

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Mais

ist ein wichtiges und beliebtes Futtermittel für Brieftauben. Er zählt zu den kohlehydratreichsten Getreidearten, hat darüber hinaus einen relativ hohen Fettanteil und ist von guter Verdaulichkeit. Auf der anderen Seite istsein Eiweißgehalt gering und von minderer&nbs ... mehr

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Maisöl

Maisöl enthält zu etwa 30–50% fette Öle. Während die Verabreichung von → Weizenkeimöl besonders für Zuchtzwecke geeignet ist, gilt Maisöl als hervorragender Zusatz für das Reisefutter. Die wichtigen Fette bzw. Fettsäuren werden sofort resorbiert und in der Leber und den M ... mehr

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Makro-Chromosomen

Bezeichnung für große Chromosomen. Je nach Größe ist die Zahl der auf ihr gelagerten Gene unterschiedlich.

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Mangan

→ Mineralstoffe

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Marien-Meulemans

→ Meulemans

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Mastdarm

Teil des Enddarms.

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Matterne

Emiel †, Overhespen (Belgien). Der Schlag des Gymnasiallehrers Emiel Matterne zählte zu den weit über die Grenzen des eigenen Landes hinaus bekannten und angesehenen Weistreckenschlägen. Vor allem die Leistungen seiner Weibchen haben ihm höchste Auszeichnungen eingebracht. Einer  ... mehr

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Mauser

allg. die Erneuerung des Federkleides der Vögel. Genaugenommen mausern Brieftauben das ganze Jahr über. Im Verständnis der Taubenzüchter nimmt die eigentliche Mauser jedoch mit dem Werfen der 1. Schwungfeder ihren Anfang und endet mit der Daunenmauser. Die Hauptmauser beginnt im s ... mehr

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Mauserfutter

→ Fütterung während der Mauser.

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Mauserrhythmus

die Hauptmauser beginnt mit dem Werfen der ersten und kürzesten Handschwinge (Federn 1. Ordnung) und setzt sich vom Körper nach außen bis zur äußersten Schwinge fort. Die Federn werden paarweise »geworfen«. Nachdem sie zu etwa 1/2 bis 2/3 ihrer normalen Länge nachgewachsen sin ... mehr

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Mauserschäden

durch Krankheit, falsche Ernährung, körperliche Überbeanspruchung usw. hervorgerufene Störungen der Mauser, die sich in Federschäden (Macken) niederschlagen.

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Mausertee

Tee zur Begünstigung des Mauserverlaufs.

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Mauserverlauf

→ Mauserrhythmus

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Medaillen

→ Verbandsmedaillen

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Meiose

Reifungsprozess in den Geschlechtszellen → Reduktionsteilung.

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Melaninkörner

Farbstoffkörnchen in den Federzellen.

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Meldevorrichtungen

Vorrichtungen, die die Rückkehr von Brieftauben vom Wettflug durch akustische oder optische Sig­nale anzeigen. Empfehlenswert sind solche Anlagen vor allem für in mehrere Reiseabteile unterteilte Schlaganlagen und auf längeren Flügen. Sie funktionieren nach unterschied ... mehr

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Mendel

Gregor Johann, *1822, † 1884, österreichischer Mönch und Biologe, der die nach ihm benannten »Mendelschen Gesetze« entdeckte. Die wesentlichen Vererbungsregeln lauten:UniformitätsgesetzBei der Paarung von Individuen, die sich in einem Merkmal unterscheiden, gleichen ... mehr

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Menzel

Horst, *1944, seit 2003 Präsident des ? Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V.

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Merkel

Willi. Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. von 1955–1970.

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Mesotrophie

teilweise gestörter Stoffwechsel; Halbernährung.

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Metabolismus

Stoffwechsel.

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Metall-Fußring

→ Fußring

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Methionin

essentielle (lebenswichtige) → Aminosäure, die im Getreide nur in geringen Mengen vorhanden ist.

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Meulemans

Karel, Arendonk (Belgien). Aus den ehemaligen Schlaggemeinschaften »Wouters-Meulemans« bzw. nach dem Tod von Adrian Wouters »Marien-Meulemans« (Frans Marien war der Schwiegersohn von A. Wouters) hervorgegangener Zuchtschlag, der von vielen Züchtern als der beste der 70er und 80er  ... mehr

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Mikro-Chromosomen

Bezeichnung für kleine Chromosomen. Je nach Größe ist die Zahl der auf ihr gelagerten Gene unterschiedlich.

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Mikroben

einzellige Lebewesen.

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Mikroklima

bedeutsame Klimaverhältnisse mit unmittelbarer Beziehung zu bestimmten ökologischen Systemen; hier: Klima in näherer Umgebung zum und im Taubenschlag.

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Milben

hier: Tierparasiten. Sie leben auf den Federn, der Haut und unter Hautschuppen, wo sie Blut saugen und Hautschuppen oder Federn fressen. Es gibt mehrere Arten, von denen die bedeutungsvollste die rote Vogelmilbe ist, die tagsüber in Verstecken lebt und nachts die Tiere befällt, um B ... mehr

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Milch

wird von manchen Züchtern zur Bekämpfung von Vergiftungen oder zur Appetitanregung (bei Witwern) als Tränke gereicht.

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Milo

wie Dari eine Hirseart der Tropen. Milo ist jedoch etwas größer und von dunklerer Färbung. Von der chemischen Zusammensetzung sind Milo und Dari nahezu identisch. Auch das runde Milokorn wird von Tauben sehr gern aufgenommen und ist mit einem bestimmten Prozentsatz in ... mehr

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Milz

bräunlich-rotes, am hinteren Ende des Drüsenmagens gelegenes Organ. Es ist reich an Blutgefäßen und dient sowohl der Blutbildung als auch dem Abbau der verbrauchten roten Blutkörperchen.

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Mineralstoffbedarf

ist abhängig von Neststand, Mauserstand, Leistungsbeanspruchung usw. Siehe → Mineralstoffe und → Grit.

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Mineralstoffbehälter

aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigter Futterkasten, in dem den Tauben Grit, Taubenstein usw. gereicht wird. Er sollte möglichstgut gegen Verschmutzung geschützt sein. Vorteilhaft ist ein 3-fach unterteilter Kasten, um verschiedene Arten von Mineralstoffen gleichz ... mehr

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Mineralstoffe

in den Geweben und Säften des Taubenkörpers befinden sich in größerer Zahl sog. Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Kalium, Eisen, Phosphor, Fluor, Magnesium, Kobalt, Chlor, Mangan, Schwefel, Jod usw. Sie sind an Aufbau, Wachstum und Erhaltung des Körpers beteiligt und spielen so ... mehr

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Minusvarianten

für die Zucht ungeeignete und daher auszuschließende Elterntiere.

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Mischinvasion

Auftreten unterschiedlicher Krankheitserreger, die den Organismus gleichzeitig angreifen und schädigen.

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Mittelfußknochen

Teil des Fußskelettes.

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Mittelhandknochen

Teil des Flügelskelettes.

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Mittelhandschwingen

→ Handschwingen

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Mittelstrecken-Tauben

Bezeichnung für Tauben, die die beiden Eigenschaften »Schnelligkeit« und »Durchhaltevermögen« in sich vereinigen, um so insbesondere auf Wettflügen zwischen 300 und 500 km zu glänzen.

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Mittelstreckenflüge

Wettflüge, deren Flugstrecke etwa zwischen 300 und 500 km liegt.

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Möhren

(Karotten), von den wasserreichen Wurzel- und Knollenfrüchten eignen sich besonders Möhren als Zusatzfutter für Brieftauben. Schnabelgerecht zerkleinert, werden sie von den Tieren als appetitanregende, verdauungsfördernde und wurmtreibende Zusatznahrung aufgenommen. Ihr Reichtum a ... mehr

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Molekül

kleinstes Teilchen einer chemischen Verbindung, das aus mindestens zwei Atomen besteht.

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Monogamie

allg. die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Bedeutet in der Taubenzucht, dass einmal  gebildete Paare (ein Täuber, eine Täubin) unter natürlichen Bedingungen eine lebenslange Zuchtgemeinschaft darstellen.

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Monogene Vererbung

die Vererbung von Merkmalen, die nur von einem Gen auf die Nachkommen übertragen werden.

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Moons-Bries

Tessenderlo (Belgien), sehr schnelle und sichere Taubenfamilie, die im Ursprung auf Janssen- und Grondelaers-Tauben zurückgeht. Ihre enorme Schnelligkeit bewiesen die Moons-Bries-Tauben z. B. auf dem Schlag Heinemann mit einer Vielzahl von Spitzenpreisen über eine ganze Reihe von Ja ... mehr

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Mordant

Ausdruck, mit dem belgische Sportfreunde Tauben charakterisieren, die Vitalität ausstrahlen und einen unbändigen Siegeswillen (vitale Verbissenheit zum Sieg) erkennen lassen.

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Möwchen

Taubenrasse, aus der durch Kreuzung mit anderen Rassen (Dragoon, Carrier, Chesturlet, Camus, Smerle, Cumulet) die heutige Brieftaube hervorging.

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Multivitamin-Präparat

viele Züchter geben ihren Tauben in Zeiten eines erhöhten Vitaminbedarfs (Zucht, Reise, nach Krankheiten) ein Multivitamin-Präparat über das Futter oder ins Trinkwasser. Ein gutes Multivitamin-Präparat muss die für den Brieftaubenorganismus wichtigen Vitamine in ausreichender un ... mehr

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Muskator–Werke GmbH

Seit fast 100 Jahren zählen die 1911 gegründeten Muskator-Werke zu den bedeutenden Mischfutterherstellern Deutschlands. Neben der Zentrale im Düsseldorfer Hafen produzieren die vier weiteren Werke in Mannheim, Riesa, Deggendorf und Bamberg Futtermittel in höchster Qualität für a ... mehr

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Muskelmagen

nachdem die Nahrung im → Drüsenmagen mit Verdauungssäften durchsetzt wurde, gelangt sie zur mechanischen Bearbeitung in den Muskelmagen. Die Funktion des Muskelmagens entspricht etwa der einer Getreidemühle. Durch wechselweises Zusammenziehen der Eigenmuskulatur wird die Na ... mehr

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Muskeltheorie

die Qualität der Flugmuskeln hat großen Einfluss auf das Flugleistungsvermögen der Brieftaube. Nur Tieren mit einer außerordentlich leistungsfähigen Muskulatur ist es möglich, vor allem Langstreckenflüge erfolgreich zu absolvieren. Die Qualität der Muskulatur äußert sich na ... mehr

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Muskulatur

die Muskulatur, das fleischige Gewebe des Körpers, ermöglicht die Bewegungsfunktionen des Organismus. Die Fähigkeit der einzelnen Muskeln, sich auf Nervenreize hin aktiv zusammenzuziehen (zu kontrahieren) und danach wieder zu entspannen, bildet die Grundlage aller Bewegungsvorgäng ... mehr

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Mutabilität

die Fähigkeit zur erblichen Abwandlung von Genen. Siehe → Mutation.

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Mutanten

Träger der durch Mutation abgewandelten Gene.

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Mutantengene

durch → Mutation veränderte → Gene, die an die Stelle der »normalen« Gene getreten sind.

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Mutation

plötzlich auftretende Veränderung von Eigenschaften, die erblich sind. Mutationen sind zufällig, unvorhersehbar und richtungslos. Sie sind Ausgangspunkt für alle Veränderungen und Weiterentwicklungen der Lebewesen. So haben sicherlich einige positive Mutationen dazu beigetragen, ... mehr

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Mutationsformen

Gen, Genom, Chromosomenmutation.

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Mutteruhr

Die → Konstatieruhren sind rechtzeitig vor jedem Preisflug nach der sog. Mutteruhr zu stellen, nachdem diese nach der Normalzeit (z. B. Funkuhr) gestellt worden ist. Nach dem Flug wird jede Uhr wiederum bei voller Minute nach der Mutteruhr abgeschlagen. Die damit festgestellten  ... mehr

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Mycoplasmoseschnupfen

Ursache dieser bei Vögeln weltweit häufig auftretenden Krankheit sind Mycoplasmen, mikroskopisch kleine Erreger, die weder zu den Viren noch zu den Bakterien gezählt werden können.Es handelt sich um eine typische Faktorenkrankheit, d. h. man kann davon ausgehen, dass in fast ... mehr

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Das komplette Lexikon ist zu beziehen beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. Katernberger Str. 115, 45327 Essen, Tel.: 0201-872240

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