Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Haarwürmer

auch: Capillaria, Kapillarien. Haarwürmer sind Würmer mit einer Länge bis zu 25 mm und einer Breite von 0,1 mm. Sie parasitieren im Darm der Tauben und können besonders bei Jungtauben zu schweren Krankheitsverläufen mit Todesfällen führen. Als Reservoir für diese ... mehr

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Habicht

heimischer Raubvogel, der aufgrund seiner Schnelligkeit und Jagdweise auch den Brieftauben gefährlich wird. Die charakteristischen Merkmale des Habichts in Stichworten: Oberseite dunkel-braungrau. Relativ langer Schwanz mit 4–5 dunklen Querbinden. Kräftiger weißer Streifen über ... mehr

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Haemophilus-Infektion

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Infektion der Atemwege, die durch Bakterien vom Typ Haemophilus hervorgerufen wird. Haemophilus-Arten sind häufig auf den Schleimhäuten zu finden, mit und ohne Krankheitssymptome. Klinisch sichtbare Erkrankungen entstehen in der Regel we ... mehr

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Hafer

es muss unterschieden werden zwischen dem ganzen, unbearbeiteten Haferkorn und geschältem Hafer. Ganzer Hafer hat einen relativ hohen Rohfaseranteil und damit einen deutlich geringeren Nährwert als Haferkerne. Darüber hinaus wird er aufgrund der scharfen Spelzen ungern von den Taub ... mehr

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Hafthäkchen

→ Federfahne

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Hagelschnüre

zwei aus festerem Eiweiß bestehende Stränge, die die Dotterkugel im Ei an beiden Polen  halten und gleichzeitig als »Stoßdämpfer« dienen. → Gelege.

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Hakenfortsätze

Knochenauswüchse an den → Rippen.

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Hals

der glatte, etwas gedrungene Hals der heutigen Brieftaube trägt zur Windschlüpfrigkeit des Körpers bei.

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Halskrause

Rückschlag auf die Vorfahren der heutigen Brieftaube.

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Halsmuskulatur

entlang der Wirbelsäule und von den unteren Halswirbeln zum Brustkorb verlaufende Muskeln. Sie geben Kopf und Hals sicheren Halt und ermöglichen deren vielseitige Bewegungen. Darüber hi­naus erfüllen sie noch Aufgaben für die Atmung.

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Halve-fond-Flüge

belgische Bezeichnung für Mittelstreckenflüge.

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Hämoglobin

→ Blutfarbstoff

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Hand-Auslese

→ Auslese

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Hand-Bewertung

→ Auslese

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Handflügel

→ aktiver Flügel

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Handschwingen

Bezeichnung für die 6 am Mittelhandknochen befestigten Schwungfedern. Siehe auch → Flügel.

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Handwurzelknochen

Teil des Flügelskelettes.

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Hanf

zählt zu den Lieblingskörnern der Brieftaube. Manche Tiere sind sogar regelrecht süchtig danach. Seine anregende Wirkung auf Tauben kommt möglicherweise durch das Vorhandensein von Narkotika- oder Rauschgiftspuren in den Körnern zustande. Aus Hanfblättern und Blüten werden ja b ... mehr

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Hansenne

Alexander, † 1901, Verviers (Belgien). Alexander Hansenne, von Beruf Bäcker, zählte vor rund einem Jahrhundert zu den bekanntesten Brieftaubenzüchtern in Belgien. In jener Zeit, als der Brieftaubensport noch in den Kinderschuhen steckte, gelang es ihm, durch die Kreuzung von Extr ... mehr

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Harnleiter

von der Niere in die Kloake reichende »Kanälchen«, über die die auszuscheidende  → Harnsäure transportiert wird.

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Harnsäure

Endprodukt des Eiweißstoffwechsels. Sie gelangt auf dem Blutwege in die Nieren, von dort über die Harnleiter in die Kloake und wird mit dem Kot als weißlicher Belag ausgeschieden.

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Hartogs

Thei, Brunssum (Holland). Der pensionierte Bergmann Thei Hartogs hat es mit großem Sachverstand und Fingerspitzengefühl verstanden, eine Zuchtlinie zu entwickeln, die internationales Ansehen genießt. Tauben seiner Linie, die sich vor allem durch eine große Schnelligkeit und Vererb ... mehr

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Hauptmauser

→ Mauser

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Haustauben

neben den Brieftauben gibt es eine Vielzahl verschiedener Haustauben-Arten. Sie entstammen alle der wilden Stammform → Felsentaube.

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Haustraining

während der Reisezeit gehört das tägliche Flugtraining am eigenen Schlag (möglichst morgens und abends) zu den wichtigen Vorbereitungsmaßnahmen für die anstrengenden Wettflüge. Nur durchtrainierte und »in Form befindliche« Tiere sind in der Lage, erfolgreich an der Reise teil ... mehr

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Haut

die äußere Haut mit den Federn gewährt Schutz vor Umwelteinflüssen wie z. B. Kälte, Regen usw.

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Havenith

Evrard, * 1876, † 1960, Hoboken bei Antwerpen (Belgien). Der Schlag des Altmeisters E. Havenith, von Beruf Pelzhändler, wurde durch über 50-jährige, konstant großartige Erfolge weltbekannt. Der Beginn seiner Züchterlaufbahn geht zurück bis in das Jahr 1899. Seinerzeit wurde mi ... mehr

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Heber

→ Brustmuskulatur

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Hecheln

vor allem bei großer Hitze zu beobachtende rasche Atmung bei geöffnetem Schnabel. Dadurch wird einer Überhitzung des Körpers durch Erzeugung von zusätzlicher Verdunstungskälte vorgebeugt.

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Hefe

→ Bierhefe

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Heimatschlag

Schlag, in dem die Taube ihr Zuhause (Zelle, Partner, Gelege) hat. Nach dem Start zu einem Wettflug versuchen die Tiere, ihren Heimatschlag auf schnellstem Wege zu erreichen.

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Heimkehrleistung

die Heimkehrleistung der heutigen, modernen Brieftaube verdient größte Bewunderung. Eine rasche und sichere Orientierung und die Fähigkeit, ausdauernd und schnell zu fliegen, ermöglichen es ihr, bis zu 1.000 km an einem Tag im Nonstop-Flug zurückzulegen. ... mehr

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Heinemann

Erich, *1896, † 1979, von 1953–1966 Präsident des Verbandes Deutscher
Brieftaubenzüchter e.V.

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Helligkeit

→ Licht und Helligkeit

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Hengstmethode

von Hengstmethode spricht man, wenn ein besonders wertvoller Vogel gleichzeitig mit mehreren Weibchen verpaart wird. Ziel dieser Methode ist es, eine möglichst große Anzahl von Nachkommen aus dem betreffenden Zuchtvogel zu bekommen.

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Herbizide

chem. Mittel zur Verhinderung des Pflanzenwuchses, die für feldernde Tauben stark giftige Substanzen enthalten.

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Herbots

Gebrüder, Filip und Jos, Halle-Booienhoven (Belgien). Jos Herbots, von Beruf selbstständiger Apotheker, wohnt in Nieuwerkerken und kümmert sich vor allem um die Zucht. Filip und seine Familie, vor allem sein Sohn Jo, widmen sich ganz dem Spiel der Tauben. Filip, der sein Hobby zum ... mehr

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Herbstjunge

Bezeichnung für Jungtauben, die in den Monaten August bis Oktober schlüpfen.

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Heritabilität

(Erblichkeitsgrad), wird entweder in Prozenten oder in Werten zwischen 0 und 1 angegeben; Symbol = h2. Der Heritabilitätswert ist um so größer, je kleiner der Einfluss der Umwelt auf die Ausbildung eines Merkmales ist und umgekehrt.

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Hermes

Raymund (*1937) und Gisela, Hamm (Sieg). Die Schläge des erfolgreichen Fleischwaren-fabrikanten Raymund Hermes und seiner Ehefrau Gisela entwickelten sich in den letzten 30 Jahren zu den bekanntesten Schlägen Deutschlands und Westeuropas. Die großartigen Platzierungen in der Deutschen Meist ... mehr

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Herpesvirus-Infektion

der Name dieser Krankheit ist aus der altgriechischen Sprache abgeleitet und bedeutet ursprünglich »Bläschen«. Beim Menschen kommt es bei einer H. zu Bläschenausschlag an den Übergängen zwischen Haut und Schleimhaut, z. B. an den Lippen.Die Symptome bei Taube ... mehr

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Herz

Vogelherzen sind im Vergleich zu Säugetierherzen wesentlich stärker ausgebildet. Die enorme Muskelarbeit, die zum Fliegen erbracht werden muss, erfordert ein entsprechend leistungsfähiges Herz. Neben der Größe trägt hierzu vor allem die hohe Herzschlagfrequenz ... mehr

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Herzschlag

der Herzschlag der Brieftaube ist durch seine hohe Frequenz nur schwer messbar. Er kann bis zu 400 Schläge pro Minute erreichen.

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Hesse, Dr.

Seit mehr als 50 Jahren sorgt die Dr. Hesse Tierpharma GmbH & Co. KG mit einem breiten Produktangebot an qualitativ hochwertigen Futtermitteln, Ergänzungsfuttermitteln, Pflegeprodukten und Tierarzneimitteln für die Ernährung, Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Brieftauben, Geflügel, Pfer ... mehr

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Heterosis

unter Heterosis versteht man die oft erstaunliche Leistungssteigerung der F1-Generation (Kinder), die aus einer Paarung zweier nicht miteinander verwandter Elternteile stammen, wobei jeder Elternteil aus stärkster Inzucht hervorgegangen ist. Diese Kreuzungsnachkommen (auch Hybriden o ... mehr

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Heterozygot

(spalterbig, mischerbig), Begriff aus der Vererbungslehre, der besagt, dass in Bezug auf ein Merkmal ungleiche Erbanlagen vorhanden sind. Siehe im Gegensatz dazu → Homozygot.

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Hexamitiasis

Erreger der Hexamitiasis sind, wie beim → Gelben Knopf, Flagellaten, bewegliche Kleinstlebewesen, die zu den Einzellern gehören. Die Symptome dieser akuten Darmerkrankung sind schleimig-wässriger, übelriechender Kot, schläfriges, aufgeplustertes Herumsitzen, geringe Fluglus ... mehr

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Hinterflügel

→ Flügel

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Hinterhauptloch

Teil des Hirnschädels; die Austrittsstelle für das Rückenmark.

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Hirnanhangdrüse

→ Hypophyse

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Hirnschädel

Teil des Kopfskelettes. Er besteht aus den neun das Gehirn umgebenden Knochen.

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Hirse

alte, asiatische Kulturpflanze, die bei der Ernährung der Brieftauben nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Verdaulichkeitsgrad von Hirse ist aufgrund eines relativ hohen Rohfaser-Anteils deutlich geringer als beispielsweise bei Dari und Milo.Nährstoffgehalt von Hir ... mehr

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Histidin

essenzielle (lebenswichtige) Aminosäure.

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Hochform

→ Form

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Hochzeitstauben

zur Vermählung eines Ehepaares aufgelassene Brieftauben. Die meist weißen Hochzeitstauben symbolisieren Frieden und Glück für das frisch getraute Paar.

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Hoden

männliche Keimdrüsen. Die paarigen Hoden der Tauben befinden sich in der Leibeshöhle. Sie produzieren sowohl die Samenzellen des Täubers als auch das männliche Keimdrüsenhormon Testosteron.

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Hoek

Arie, van den, † 1979. Bekannter holländischer Brieftaubenzüchter und Journalist. Durch seine wöchentlichen Beiträge in »Neerlands Postduiven Orgaan« unter der Überschrift »In deze Tijd« war er fast jedem Brieftaubenliebhaber in Holland bekannt und vertraut. Damals w ... mehr

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Hoerter

Josef, Hannover. Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter von 1884–1896.

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Hofkens

Gust, † 1977, Merksplas (Belgien). Der Schlag Hofkens, der immer nur über einen kleinen Taubenbestand verfügte, begann in den 40er Jahren mit Tauben von Fons Janssen (ein Bruder der Gebr. Janssen), Emiel Verhaert, Vorselaar, Maes, Herenthout und Van Rhijn, Marksem.Die Nachzucht diese ... mehr

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Hok

belgisches Wort für Schlag.

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Homozygot

(reinerbig), Begriff aus der Vererbungslehre. Man versteht darunter das Vorhandensein gleicher Erbanlagen für ein Merkmal. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Tritt bei der Befruchtung einer Eizelle sowohl vom Vater als auch von der Mutter der Erbfaktor »rot« für die rote Gefiederfar ... mehr

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Honig

zahlreiche Züchter geben ihren Tauben als erste Tränke nach einem Wettflug mit Honig angereichertes Trinkwasser (etwa 1 Esslöffel pro Liter). Der hohe Gehalt an biologischen Wirkstoffen (Zucker, Vitamine, Mineralstoffe, Fermente) fördert die rasche Erholung erschöpfter Tiere. Zud ... mehr

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Horemans

Corneel, *1874, Schoten (Belgien). C. Horemans, von Beruf Jagdaufseher, gehörte nahezu ein halbes Jahrhundert zu den ganz Großen im belgischen Brieftaubensport. Vor allem der hohe Zuchtwert seiner Tauben, die an der Basis vieler Championschläge standen, hat den Namen Horemans bis h ... mehr

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Hormone

von den Drüsen der inneren → Sekretion gebildete, lebenswichtige Wirkstoffe, die bereits in winzigen Mengen wirksam sind. Sie werden von den Drüsen unmittelbar ins Blut abgegeben und gelangen über den Blutkreislauf an die Wirkungsorte. Die Einzelwirkungen der Hormone übersc ... mehr

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Houben

Jef und Sohn, Itegem (Belgien). Seit vielen Jahren in der starken Union Antwerpen erfolgreich spielender Schlag. An der Basis der Houben-Tauben stehen im Wesentlichen Tiere der alten Fonne-Ceulemans-Linie, die weit über die Grenzen Belgiens hinaus Geschichte machten. Keine geringeren ... mehr

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Hülsenfrüchte

die Samen von Erbsen, Wicken, Linsen, Bohnen. Hülsenfrüchte zählen zu den eiweißhaltigen Nahrungsmitteln der Brieftaube.

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Hungerkur

manche Züchter unterziehen ihre Tauben in den Wintermonaten einer »Hungerkur«. Die Dauer der Hungerperiode, in der den Tieren nur Grit und Wasser gereicht wird, erstreckt sich über 2 bis zu max. 4 Tagen nd wird nach einigen Wochen noch einmal wiederholt. D ... mehr

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Huth

Karin & Hans-Theo †, Pulheim. Bereits im Alter von 9 Jahren begann der 1937 geborene Hans-Theo Huth mit Brieftauben. Nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung wurde Mitte der 60er Jahre der eigentliche Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere im Brieftaubensport geleg ... mehr

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Huyskens-van Riel

Ekeren Donk (Belgien). Die 1945 von den bis dahin schon recht erfolgreichen Züchtern Franz Huyskens († 1967) und Jef van Riel († 1976) gegründete Schlaggemeinschaft erreichte durch aufsehenerregende Erfolge bereits nach kurzer Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Zwei eng miteinan ... mehr

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Hybriden

(Bastarde) aus der Kreuzung zweier, fremder Inzuchtlinien hervorgegangene Nachzuchttiere. Hybridisieren ist der wissenschaftliche Ausdruck für Kreuzen.

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Hygiene

die Lehre von der Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Sie umfasst alle Bestrebungen und Maßnahmen, die der Verhütung von Krankheiten und Gesundheitsschäden dienen. Dazu gehört bei Brieftauben  vor allem die »richtige« Haltung, Fütterung und Betreuung. Die ... mehr

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Hypervitaminose

wird durch eine übermäßig hohe Vitaminzufuhr ausgelöst. Siehe → Vitamine.

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Hypophyse

(Hirnanhangdrüse), eine Drüse innerer Sekretion, die an der Unterseite des Gehirns liegt. Sie ist bei Tauben winzig klein (etwa stecknadelknopfgroß), hat aber eine überragende Bedeutungfür alle Lebensabläufe. Sie ist allen anderen Drüsen innerer Sekretion übergeo ... mehr

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Hypovitaminose

Vitaminmangelerkrankung, die durch nicht genügende Vitaminmengen hervorgerufen wird. Siehe → Vitamine.

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Das komplette Lexikon ist zu beziehen beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. Katernberger Str. 115, 45327 Essen, Tel.: 0201-872240

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