Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Gabelknochen

(Schlüsselbein), zum Schultergürtel gehöriges Knochenpaar. Die stabförmigen, leicht gebogenen Schlüsselbeine sind an ihrem unteren Ende zusammengewachsen und bilden den U-förmigen Gabelknochen. Er verbindet in einem geschwungenen Bogen oben die beiden Rabenbeine miteinander und ist unten, an d ... mehr

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Gallenflüssigkeit

von der Leber gebildete Flüssigkeit, die bei der Verdauung der Fette eine Rolle spielt.

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Gameten

Keimzellen oder Fortpflanzungszellen, wobei die weiblichen Eizellen unbeweglich und die männlichen Samenzellen beweglich sind.

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Gartenschläge

speziell für die Haltung von Tauben erbaute Schläge. Im Vergleich zu den so genannten → Einbauschlägen bieten sie für Tauben und Züchter eine Reihe von Vorteilen. Diese liegen vor allem in einer zweckentsprechenden Konstruktion und Einrichtung der Schlaganlage. Die daraus resultierenden ... mehr

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Gasaustausch

Atmungsvorgang; Der Austausch von Sauerstoff gegen Kohlendioxid in der Lunge.

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Gaumenleisten

häutige Längsleisten im inneren Oberschnabel.

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Gebrauchskreuzung

bei der Gebrauchskreuzung werden die Tiere aus zwei sich fremden, rein gezogenen Stämmen, aneinandergesetzt. Die direkten Nachzuchttiere solcher Kreuzungen (auch Hybriden oder Bastarde genannt) zeichnen sich gegenüber ihren Eltern oft durch eine enorme Leistungssteigerung aus, die sich vor allem i ... mehr

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Gedächtnisleistung

→ Lernfähigkeit

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Geel

v., Marijn, † 1983, bekannter holländischer Schlag, der mit Tauben der Aarden-Zuchtlinie (Dolle; Lange) zu großen Erfolgen kam.

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Geerts

William, *1940, Schilde (Belgien). W. Geerts kam schon sehr früh durch seinen Vater mit Brieftauben in Kontakt, die ausschließlich auf der Kurzstrecke gespielt wurden. Im Jahre 1975 begann er selbständig mit 24 Tauben seines Onkels Fons Jacobs (Horemanns) und 4 Tauben von A. Wouters (Meulemanns; ... mehr

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Gefieder

das Gefieder der Taube besteht aus den → Deckfedern, → Schwungfedern, → Schwanzfedern und → Daunenfedern. Es gilt als Qualitäts- und Gesundheitsmerkmal, wenn die Brieftaube sich imglattenenganliegendenglänzendenseidigen unds ... mehr

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Gefiederfarbe, blau

blau (blaugebändert, blaugehämmert; von hell bis dunkel) ist die häufigste Farbe bei Brieftauben. Sie wird hervorgerufen durch die Einlagerung schwarzer Pigmentkörner in den Federzellen. Der Unterschied zur schwarzen Farbe, die von den gleichen Pigmenten bestimmt wird, liegt in der abweichenden ... mehr

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Gefiederfarbe, rot

(fahl, rotgehämmert). Brieftaubenrot (oder ash-red) ist keine ursprüngliche Taubenfarbe. Sie ist durch eine plötzliche Mutation entstanden und dominiert in der Vererbung über alle übrigen Gefiederfarben. Wie bei der blauen Farbe wird sie durch die Einlagerung von Pigmenten – allerdings von ro ... mehr

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Gefiederfarben

die vorherrschenden Gefiederfarbenbei Brieftauben sind• blau - gebändert (Wildform; Felsentaube)• blau - gehämmert (von hell bis dunkel)• rot - gehämmert (von hell bis dunkel)• fahl (rot - gebändert)• schimmel (von hell bis dunke ... mehr

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Gefiederzeichnungen

die  häufigsten  Gefiederzeichnungen  bei  Brieftauben  sind  gehämmert und gebändert. Bei gehämmert besitzen die betreffenden Federn auf hellem Untergrund dunkle Farbtupfer. Charakteristisch für gebändert sind zwei → Flügelbinden, die sich quer über den ... mehr

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Geflügelpest, klassische

→ Influenza A

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Gehämmert

häufig vorkommende Gefiederzeichnung in blau (blaugehämmert) und rot (rotgehämmert). Siehe → Gefiederzeichnungen.

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Gelber Knopf

→ Trichomonadose

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Geldspiel

Wetteinsätze bei Brieftaubenflügen. In manchen Gegenden Deutschlands wurde das Geldspiel lange Zeit sehr ausgiebig betrieben. Heute ist es nicht mehr sehr ausgeprägt. Für das Geldspiel stehen unterschiedliche Möglichkeiten offen. Es können Klassen gesetzt werden, bei denen die Sieger das Vierf ... mehr

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Gelee-Royale

weißer, gelatineartiger Futtersaft für Bienenköniginnen. Er wird aus den Kopfdrüsen der Honigbienen abgesondert und dient zur Ernährung der Königinnenlarven und der Königin. Gelee-Royale ist das wohl hochwertigste Bienenprodukt. Der Reichtum an Vitaminen, hochwertigem Protein, essentiellen Am ... mehr

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Gelege

besteht aus 2 weißschaligen Eiern mit einem Gewicht von ca. 20 g, einem Umfang von ca. 10 cm und einer Länge von etwa 4–5 cm.

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Gen-Mutation

→ Mutation

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Gene

(Erbfaktor, Erbanlage), Träger des Erbgutes, die sich in bestimmter Anordnung in den Chromosomen des Zellkerns befinden und aus Eiweißmolekülen bestehen. Durch das Zusammenwirken von Genen entstehen Merkmale, die das körperliche und geistige Erscheinungsbild der Individuen prägen.

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Genetik

Wissenschaft von der Vererbung.

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Genloci

Bezeichnung für die Position eines Gens im Genom und damit seine Wirkung.

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Genom

die in den → Chromosomen befindliche Erbsubstanz.

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Genom-Mutation

erbliche Veränderung in der Anzahl von Chromosomen.

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Genotyp

(Erbbild), Gesamtheit der in den Genen verankerten Merkmale.

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Genpool

Summe der Erbfaktoren einer Sorte oder Population.

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Gerbstoffe

Gerbstoffe sind in verschiedenen Rinden enthalten wie z. B. der Weide, Buche, Eiche, Ulme oder Walnuss; aber auch in vielen Kräutern wie z. B. Ehrenpreis und Vogelknöterich. Sie wirken zusammenziehend (adstringierend) und werden äußerlich und innerlich gegen Entzündungen angewendet.

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Gerste

ist reich an Kohlenhydraten mit einem relativ hohen Rohfaseranteil. Dadurch eignet sie  sich  besonders  zur  Anregung  und  Entschlackung des Darmes nach anstrengenden Flügen. Darüber hi­naus gilt Gerste aufgrund des geringen Eiweißgehaltes a ... mehr

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Geschlechter-Trennung

getrennte Haltung von Täubern und Täubinnen. Der Zeitpunkt der Trennung wird von den einzelnen Züchtern sehr unterschiedlich festgelegt. So reicht die Bandbreite von ca. Anfang September bis wenige Wochen vor der Anpaarung.

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Geschlechtschromosomen

Vererbung des Geschlechts.

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Geschlechtsdrüsen

→ Keimdrüsen

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Geschlechtshormone

von den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen (Hoden bzw. Eierstock) gebildete Hormone.

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Geschlechtsmerkmale

man unterscheidet zwischen primären und sekundären Merkmalen. Primäre Geschlechtsmerkmale sind die Geschlechtsorgane. Sekundäre Geschlechtsmerkmale sind alle das männliche und weibliche Lebewesen unterscheidende Merkmale, die nicht mit der Fortpflanzung zusammenhängen. Bei Tauben z. B. Untersc ... mehr

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Geschlechtsorgane

→ Geschlechtssystem

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Geschlechtsreife

Entwicklungsstadium, in dem die Tiere in die Fortpflanzungsphase eintreten. Bei den Brieftauben geschieht dies im Alter von etwa 4–6 Monaten.

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Geschlechtssystem

die Geschlechtsorgane bestehen aus den Hoden und Samenleitern des Täubers und dem Eierstock und Eileiter der Täubin. Weitere Geschlechtsdrüsen, Begattungsorgane und äußere Geschlechtsteile fehlen den Tauben.

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Geschlechtsverteilung

die Verteilung der Geschlechter in den Gelegen der Brieftauben ist zufallsbedingt und erreicht im Gesamtdurchschnitt ein Verhältnis von etwa 1:1.

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Geschlechtszellen

→ Keimzellen

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Geschuppt

dem »gehämmert« ähnliche Gefiederzeichnung.

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Getreidekeime

→ Pflanzenkeime

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Getreidekörner

wie Mais, Weizen, Gerste usw. zählen neben → Hülsenfrüchten zu den Hauptnahrungsmitteln der Brieftaube und dienen in erster Linie der Deckung der benötigten Energie.

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Gewöhnen

Kennenlernen der Umgebung. Jungtauben müssen die Außenansicht ihres Taubenschlages sowie das weitere Umfeld zunächst kennen lernen, um nach Hause zurück finden zu können. Die Tiere werden daher (ein-)gewöhnt. Gefahren lauern z.B. in Form von Greifvögeln oder vorbei ziehenden Brieftaubenschwä ... mehr

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Glasaugen

die grau-weiß-rot erscheinenden Augen der Brieftauben bezeichnet man als Glasaugen. Die Zellen der Irisoberfläche sind angefüllt mit mikroskopisch kleinen, farblosen Körnchen (im Gegensatz zu gelben Pigmentkörnern bei → Farbaugen), die den grau-weißen Eindruck vermitteln.

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Gleichgewicht des Körperbaus

ein fester, harmonischer und in gutem Gleichgewicht  befindlicher Körperbau gilt bei der Beurteilung von Brieftauben als wichtiges Qualitätsmerkmal. Dadurch wirddas Flugvermögen begünstigt, mit positiven Auswirkungen auf Ausdauer und Schnelligkeit.

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Gliedmaßenskelett

das Gliedmaßenskelett der Brieftauben besteht aus dem Flügel- und dem Beinskelett.

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Glucose

→ Traubenzucker

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Glykogen

tierische Stärke. Der vom Körper aus Kohlenhydraten gewonnene und ins Blut übergetretene Traubenzucker wird entweder sofort zur Wärme- und Energiegewinnung verbrannt oder als tierische Stärke in der Leber und den Muskeln gespeichert. Dort bildet das Glykogen eine Energiereserve, die bei Bedarf ... mehr

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Glykoside

Hochwirksame, z. T. aber auch hochgiftige Substanzen, die immer ein Zuckermolekül enthalten. Ein sehr wichtiges und oft eingesetztes Glykosid ist das Salicin, das als Wirkstoff von Aspirin bekannt ist. Es ist in der Weidenrinde enthalten und wird von Taubenzüchtern seit vielen Jahren mit Erfolg al ... mehr

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Goldmedaille

→ Verbandsmedaillen

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Goosens

George, *1892, † 1972, Evere-Brüssel (Belgien). Der Kartonagenfabrikant G. Goosens zählte bis zu seinem Tode zu den Spitzenschlägen Belgiens. Vor allem die Leistungen seiner Weibchen und die großartigen Erfolge, die andere Schläge mit Tauben seines Stammes errangen, haben ihn bis weit über d ... mehr

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GPS

Global Positioning System (deutsch: Globales Positionsbestimmungssystem), satellitengestütztes Navigationssystem. Mit Hilfe des GPS werden → Schlagvermessungen vorgenommen und → Auflassplätze definiert. Durch die exakte Bestimmung von Längen- und Breitengraden lassen sich die Entfer ... mehr

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GPS-Flugschreiber

Bei dem GPS Flugschreiber handelt es sich um ein sehr kleines, leichtes Gerät, ausgerüstet mit modernster Mikroelektronik, welches Tauben mit einem Tragegeschirr wie einen Rucksack auf dem Rücken tragen können. Mittels sattelitengestützter Navigationstechnik (GPS) errechnet und speichert das Ge ... mehr

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Gramfärbung

vom dän. Bakteriologen H. C. J. Gram († 1938) entwickelte Färbemethode zur Unterscheidung von sehr ähnlich aussehenden Bakterien in grampositive und gramnegative.

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Greifvögel

Angehörige der Ordnung der »Tagraubvögel« (Beutegreifer). Von den Greifvögeln sind vor allem der Habicht und das Sperberweibchen eine große Gefahr für frei fliegende Brieftauben.

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Grit

eine Gritmischung besteht im Wesentlichen aus Austernschalen, Muschelschalen, Rotstein, Quarzkieselgrit (siehe Magensteinchen) und geringen Mengen Viehsalz. Als wichtigstes Ergänzungsfutter sollte es den Tauben während des ganzen Jahres zur Verfügung stehen. Sie decken daraus ihren Kalk- und Mine ... mehr

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Gritbehälter

→ Mineralstoffbehälter

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Gritstein

→ Klaus Gritsteinwerk

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Grondelaers

Jan, *1920,† 1997, Opglabeek (Belgien). Einer der bekanntesten und erfolgreichsten belgischen Züchter. Aus Tauben der Linien H. v. Riel, Hofkens, Janssen, Cobut, van Hee und Kellens wurde von ihm ein eigener Taubenstamm herausgezüchtet, der sowohl auf den Kurz- und Mittelstrecken als auch auf de ... mehr

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Grooters

Belgien. Grooters, einer der Großmeister aus der Anfangszeit des belgischen Brieftaubensports, genoss mehr als 40 Jahre einen großen Ruf bei den Liebhabern seiner Zeit. Im Jahre 1870 errang er z. B. den ersten Preis national aus Bazas (800 km). Weitere großartige Erfolge dieser Zeit waren der ers ... mehr

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Grundumsatz

Mindestenergiemenge, die vom Körper zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen benötigt wird. Dazu kommt als Arbeitsumsatz die Energie, die bei körperlicher Beanspruchung umgesetzt wird.

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Grünfutter

vor allem während der Zuchtperiode, aber auch während der übrigen Zeit des Jahres fressen da­ran gewöhnte Tauben gern als Zusatzfutter Grünzeug aller Art wie z. B. Brennesseln, Salat, Spinat, keimende Getreidekörner und Hülsenfrüchte usw. Grünfutter bildet eine ausgezeichnete, natürliche ... mehr

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Grünkohl

eine der wenigen Grünpflanzen, die auch während der Wintermonate zur Verfügung steht. Grünkohl ist reich an Vitaminen (Vitamin C), liefert dem Organismus Schwefel und gilt als Mittel gegen Würmer.

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Gummiring

→ Fußring

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Gurren

Bezeichnung für die Lautäußerungen der Brieftaube. Vor allem während der Balz gurren die Täuber intensiv und ausdauernd.

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Gut Flug!

Gruß unter Brieftaubenzüchtern.

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Das komplette Lexikon ist zu beziehen beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. Katernberger Str. 115, 45327 Essen, Tel.: 0201-872240

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