Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Ehrengericht (Verbands-)

zuständig für Verfahren gegen Mitglieder des Vorstandes eines Regionalverbandes, des Präsidiums, der Preisrichtervereinigung, des Verbandsehrengerichts und der Kommissionen des Verbandes sowie in Verfahren gegen Regionalverbände und die Preisrichtervereinigung (im → Verband Deutscher Brie ... mehr

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Ei

→ Gelege

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Eibildung

im Gegensatz etwa zu Hühnervögeln benötigt die Täubin zur Eibildung einen Partner. Erst die Paarung (notfalls auch mit einer Täubin) löst auf hormonellem Weg die Eierstocktätigkeit mit dem Heranreifen der Eifollikel aus.            &n ... mehr

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Eicheln

über die Fütterung von Eicheln gehen die Meinungen der Züchter weit auseinander. Befürworter, die im Winter nach abgeschlossener Mauser etwa 2–4 Wochen ausschließlich zerkleinerte Eicheln füttern, rühmen die blutreinigende und entschlackende Wirkung. Die Tiere bleiben in dieser Zeit sehr ru ... mehr

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Eidotter

(Eigelb). Reservestoffe im Ei, die dem heranwachsenden Embryo als Nahrung dienen.

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Eierlegen

etwa 8–10 Tage nach der Anpaarung legt die Täubin im Abstand von etwa 40–45 Stunden 2 Eier ins Nest. Das erste Ei wird im Normalfall in den frühen Abendstunden (ca. 17–18 Uhr), das zweite Ei gegen Mittag des übernächsten Tages gelegt. Verzögerungen beim Eierlegen können z. B. folgende Gr ... mehr

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Eierschale

den Ei-Inhalt umgebende, feste, kalkhaltige Hülle. Sie enthält mehrere tausend Poren und Kanälchen, die den Luftaustausch zwischen Ei und Außenwelt ermöglichen.

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Eierstock

nur linksseitig der Wirbelsäule entwickeltes und funktionstüchtiges Geschlechtsorgan der Täubin. Im Eierstock werden sowohl die weiblichen Eizellen als auch die weiblichen Keimdrüsenhormone (Östrogene, Androgene) erzeugt.

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Eifersuchtsmethode

Sinn der Eifersuchtsmethode ist es, die Reisetiere zu einer besonders raschen Rückkehr vom Wettflug zu veranlassen. In vielen Fällen gelingt es, das eine oder andere Tier durch die Anstachelung der Eifersucht für einige Sonntage zu absoluten Spitzengeschwindigkeiten zu motivieren. Es sollte mit d ... mehr

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Eifollikel

eizellenhaltige Bläschen.

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Eigentumsausweis

für jeden → Verbandsfußring wird ein sog. Eigentumsausweis in gleicher Farbe ausgegeben. Er enthält die gleichen Nummern wie der Fußring. Der Besitzer dieses Ausweises gilt als Eigentümer der betreffenden Taube.

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Eijerkamp

Hans und Söhne, Brummen (Holland). Der Schlag des Möbelhaus-Inhabers Hans Eijerkamp und seiner Söhne Evert-Jan und Hans-Jaap zählt seit Jahren zu den bekanntesten holländischen Schlägen. Vor allem der Aufbau der Zuchtzentren Greenfield Stud und Ponderosa, aber auch große Erfolge auf überregi ... mehr

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Eiklar

(Eiweiß), die Eiweißschichten ermöglichen mit den sog. Hagelschnüren die für die normale Entwicklung des Embryos wichtigen Drehungen des Keimes. Gleichzeitig schützt es die Dotterkugel vor Erschütterungen.

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Eileiter

schlauchartig dehnbares Hohlorgan, das sich vom Eierstock bis zur Kloake erstreckt. Der Eileiter nimmt nicht nur die vom Eierstock abgelösten Eizellen auf und transportiert sie weiter, sondern in ihm werden auch Eiweiß, Schalenhaut und Kalkschale gebildet.

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Einbauschläge

Bezeichnung für Schlaganlagen, die • auf Böden von Wohnhäusern• in Dachgeschossen von Scheunen• über Garagenüber Ställen• über Schuppen oder sonstigen Gebäudenerbaut wurden. Es handelt sich meistens um sehr trockene Schläge, die ... mehr

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Eindrehen

→ Konstatieren

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Eingewöhnen

→ Gewöhnen

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Einkorben

die Tauben in Reisekörbe setzen.

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Einkreuzung

von Einkreuzung spricht man, wenn ein Tier für eine oder wenige Zuchten in einen rein gezüchteten Stamm geholt wird. Die Nachzucht dieser Kreuzung wird in den folgenden Generationen dann stets wieder mit den ursprünglichen Stammtieren verpaart. Der Sinn einer Einkreuzung liegt darin, eine als bes ... mehr

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Einsatz

das eingesetzte Geld beim → Geldspiel.

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Einsatzliste

vor jedem Preisflug auszufüllende Liste, die im Wesentlichen den Namen und Verein des Züchters, den vorgesehenen Auflassort und die komplette Metall-Ringnummer jeder teilnehmenden Taube enthält.

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Einsatzstelle

Ort, wo die Tauben einer RV zum Wettflug eingesetzt werden.

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Einsetzen

vor Beginn eines Wettfluges werden die Tauben zur Einsatzstelle gebracht. Dort werden sie von der Einsatzkommission elektronisch registriert oder bekommen den → Gummiring aufgezogen und werden dann in den Kabinenexpress gesetzt, mit dem sie zum Auflassort gefahren werden.

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Einstreu

die Ansichten darüber, ob Schläge eingestreut werden sollen oder nicht, gehen weit auseinander. Die meisten Züchter lehnen Einstreu jeglicher Art wie z. B.• Sand• Späne• Torf oder• Strohab. Die damit verbundenen Nachteile wie•&nbs ... mehr

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Einzelkotprobe

Kotprobe einer einzelne Taube (Entnahmezeitraum mindestens über 48 Stunden).

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Einzelstarts

Brieftauben sind ihrer Natur nach Schwarmflieger (Schwarmverhalten). Auf den Wettflügen sind sie aber gezwungen, zumindest ein Stück des Heimfluges allein zu bewältigen. Aus diesem Grunde üben viele Züchter vorwiegend mit Jungtauben das Alleinfliegen, indem sie auf privaten Trainingsflügen ihr ... mehr

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Eisen

ist in Muskeln, Knochenmark und Milz enthalten und bildet einen wesentlichen Bestandteil des roten Blutfarbstoffes. Ferner spielt es eine Rolle beim Aufbau und Stoffwechsel der Zellen. Eisen ist im Körnerfutter enthalten; darüber hinaus ist verschiedenes Grünzeug, wie z. B. Petersilie oder Spinat ... mehr

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Eisprung

Freigabe eines befruchtungsfähigen Eies durch den Eierstock.

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Eiweiße

die Eiweiße, wissenschaftlich → Proteine und → Proteide genannt, bilden die Grundbausteine des lebenden Organismus. Neben den Kohlenhydraten und Fetten gehören sie zu den Hauptnährstoffen der Taube. Der Name leitet sich ab vom Eiweiß des Hühnereies, wurde dann aber auf alle ähnli ... mehr

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Eiweißhaltige Körner

zu den stark eiweißhaltigen Körnern gehören u. a. Wicken, Erbsen, Bohnen und Linsen.

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Eizahn

auf Ober- und Unterschnabelspitze befindliches, hartes Horngebilde, mit dem schlupffähige Taubenjungen die Kalkschale des Bruteies »aufhämmern«.Auf der Schnabelspitze dieser Jungtaube ist noch deutlich der Eizahn zu erkennen.        ... mehr

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Eizellen

der → Fortpflanzung dienende weibliche Keimzellen.

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Ektoparasiten

Sammelbegriff für alle äußerlich lebenden Parasiten wie
→ Zecken
→  Milben (rote → Vogelmilbe, → Federmilbe)
→  Federlinge

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Elektrolyte

als Ionen bzw. Ladungsträger in den Körperflüssigkeiten gelöste Mineralstoffe. Die Bedeutung der Elektrolyte wurde in der Ernährungsforschung lange Zeit unterschätzt. Heute weiß man, dass sie die Voraussetzung für die organische Substanzbildung und die Basis allen lebenden Geschehens sind. V ... mehr

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Elkon

Markenname eines elektronischen → Konstatiersystems.

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Embryo

Keim, Keimling von Tieren und Pflanzen.

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Embryonalentwicklung

der Taubenembryo durchläuft innerhalb eines Eies verschiedene Entwicklungsstufen. Bereits am Ende des ersten Tages nach Brutbeginn entwickelt sich der Kopf; das Herz beginnt Ende des zweiten Tages zu schlagen usw. Nach einer durchschnittlichen Brutdauer von 17 Tagen schlüpft dann die junge Taube.

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Enddarm

→ Darm

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Endemie

örtlich begrenztes Auftreten einer Infektionskrankheit (Gegensatz → Epidemie).

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Endflug

der letzte Flug der Alttier-Reise-Saison.

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Endokrine Drüse

eine Drüse, die die von ihr gebildeten Stoffe (→ Hormone) direkt in den Blutstrom abgibt.

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Endoparasit

Parasit, der im Inneren des Wirtskörpers lebt.

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Endoskop

medizinisches Instrument mit elektrischer Lichtquelle und besonderen Optiken zur Untersuchung von Körperhöhlen.

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Endoskopie

Untersuchung von Körperhöhlen mittels eines Endoskopes. Mit Hilfe des Endoskops kann z. B. der Tierarzt am lebenden Tier die inneren Organe auf Veränderungen untersuchen.

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Energie

die aus der Nahrung gewonnene Stoffwechsel-Energie dient der Brieftaube hauptsächlich zu folgenden drei Zwecken:1. der Erhaltung der Lebenstätigkeit2. der Verarbeitung der Nahrung3. der Erzeugung von LeistungDie optimale Energiegewinnung aus der dargebotenen Nahrung hängt ab von d ... mehr

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Energiehaushalt

die drei Hauptnährstoffe → Eiweiße, → Kohlenhydrate und → Fette bestreiten den Energiehaushalt der Brieftaube. Theoretisch können sie sich zwar vorübergehend gegenseitig vertreten, in der Praxis müssen sie aber alle in der täglichen Nahrung vorhanden sein, um schwere Ernä ... mehr

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Energiewert

der Energiewert der Nahrung wird in → Kalorien gemessen. So gewinnt die Taube aus der Verbrennung von 1 g →  Kohlenhydraten und 1 g → Eiweiß = 4,1 Kalorien und aus der Verbrennung von 1 g → Fett = 9,4 Kalorien. Die Umrechnung in die Maßeinheit Joule erfolgt auf der ... mehr

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Engels

Flor † und Söhne, Putte (Belgien). Die Zuchtbasis des Schlages Flor Engels und Söhne Jos und Jules bilden zwei herausragende Zuchtvögel. Stammvater I ist der »Oude Lichten« (78-6084723), der aus dem »Zot« von 70, der 4. nationalen As-Taube von Belgien auf der Mittelstrecke 1972, stammt. Die ... mehr

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Engels, Heinz

Heinz, *1938, Niederkassel-Mondorf. Schon als 10-Jähriger hatte Heinz Engels Kontakt mit Brieftauben. Bereits in frühester Jugend konnte er als Jugendmeister der RV Siegburg erste Erfolge verbuchen. Seine heutigen Erfolge gehen zurück auf Tauben des inzwischen verstorbenen Züchters Gerd Chichosz ... mehr

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Entlüftung

kontinuierliche Abführung von verbrauchter, schlechter Luft. Siehe auch → Brieftaubenschläge (Be- und Entlüftung).

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Entschlackung

die z. B. durch Wettflüge durcheinander gebrachte Arbeit des Magens und des Darmkanals muss nach den Flügen durch eine angemessene Fütterung wieder normalisiert werden. Besonders geeignet dazu sind z. B. Gerste und ungeschälter Reis, die aufgrund ihres hohen Rohfaseranteils für eine rasche Ents ... mehr

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Enzyme

biologische Katalysatoren (Proteine), durch deren Mitwirkung der gesamte Stoffwechsel im Organismus ermöglicht wird. Jede einzelne Zelle besitzt, entsprechend ihrer Funktion, eine charakteristische Enzymausstattung.

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Epidemie

zeitlich und örtlich gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit innerhalb eines größeren Lebensraumes; Massenerkrankung; Seuche (Gegensatz → Endemie).

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Epidermis

Oberhaut; die oberste Schicht der Haut.

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Epithelzellen

abgestoßene Epithelzellen (mehrschichtige Zelllagen) der elterlichen Kropfschleimhaut bilden die äußerst nahrhafte Kropfmilch der Tauben.

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Erbanalyse

Nachweis der Erblichkeit von Merkmalen und Eigenschaften von Eltern auf ihre Nachkommen.

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Erbanlagen

Eigenschaften und Merkmale, die im Rahmen der → Vererbung von den Eltern an die Nachkommen weitergegeben werden.

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Erbfaktoren

→ Gene

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Erbfehler

genetisch bedingte Eigenschaften, die durch → Mutationen hervorgerufen werden.

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Erbmasse

→ Erbsubstanz

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Erbschaden

ererbter Schaden, ererbte Krankheit.

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Erbsen

Erbsen, vor allem grünfarbige, sind ein ausgezeichnetesFuttermittel für Brieftauben und sollten in jeder Futtermischung enthalten sein. Ihr hoher Schwefelgehalt macht sie darüber hinaus – neben frischem Weizen – zu einem beliebten Mauserfutter. Nährstoffgeha ... mehr

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Erbsubstanz

Gesamtheit der aus → Genom und → Plasmon bestehenden Erbanlagen im Zellkern.

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Erde

Brieftauben fressen gelegentlich sehr gern Erdklümpchen. Die darin enthaltenen anorganischen (Mineralstoffe) und organischen (Kleinstlebewesen) Substanzen haben vermutlich günstige Auswirkungen auf Verdauung, Darmflora und Stoffwechsel.

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Erdnüsse

in den Tropen und Subtropen beheimatete alte und wichtige Kulturpflanze. Für Brieftauben gelten Erdnüsse als besonderer Leckerbissen. Durch ihren hohen Fett- und Eiweißgehalt erfüllen sie gleichzeitig die Funktion des Energie- und Eiweißlieferanten. Trotz dieser Qualitäten ist die Fütterung v ... mehr

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Erfolgsschlag

über längere Zeit erfolgreich reisender Brieftaubenschlag.

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Ergosterol

Provitamin des Vitamins D3. Das ölige Sekret der Bürzeldrüse, das von den Tauben beim »Putzen« mit dem Schnabel auf den Federn verstrichen wird, enthält viel Ergosterol. Durch Sonneneinstrahlung wird daraus Vitamin D, das beim nächsten Putzen in winzigen Spuren in den Körper der Taube gelang ... mehr

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Ernährung

eine richtige und vollständige Ernährung bildet die Grundvorraussetzung für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Taube. Sie hat für den Körper drei lebenswichtige Aufgaben zu erfüllen:die Nährstoffe für Körperaufbau und Wachstum zu liefern,Energie für alle Lebenser ... mehr

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Erythromycin

→ Antibiotika

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Espt

van der, Charles, † 1961, Ostende (Belgien). Als Sohn des Bäckers und Brieftaubenliebhabers Jordan v. d. Espt bekam Charles bereits als 11-jähriger Schulknabe seine ersten Tauben. Sein großes Talent, die »richtigen« Paare zusammenzustellen und sein Fingerspitzengefühl in der Führung der Tau ... mehr

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Essig

→ pH-Wert

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Ethologie

→ Verhaltensforschung

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Exkremente

Ausscheidungsprodukte: Kot, Harnsäure.

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Das komplette Lexikon ist zu beziehen beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. Katernberger Str. 115, 45327 Essen, Tel.: 0201-872240

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