Die Brieftaube von A-Z

Das Lexikon zum Thema "Brieftaube".
Können Sie durch Fachbegriffe ergänzen.

Adenovirus-Infektion

hauptsächlich in den Sommermonaten auftretende Erkrankung bei Jung- und Alttauben, die sich klinisch durch folgende Symptome zeigt: Durchfall, Erbrechen, Abmagerung und plötzliche Todesfälle. Erkrankte Tiere, wobei es sich überwiegend um Jungtiere handelt, sitzen mit aufgeplustertem Gefieder herum, fressen nicht, haben Durchfall und teilweise kommt es zu Erbechen. Einige Tiere sterben nach 24–48 Stunden unter schweren Allgemeinstörungen.

Bei der Sektion schwer erkrankter, getöteter Tauben fällt eine geschwollene Leber auf, die in schweren Fällen eine große Blutfülle aufweist. Der Dünndarm ist entzündet. Bei der feingeweblichen Untersuchung lassen sich in den Zellkernen der Leber- und Dünndarmschleimhautzellen so genannte Einschlusskörperchen nachweisen. Diese stellen Virusvorstufen dar, da sich Adenoviren im Zellkern vermehren.

Linderung dieser Erkrankung bringt häufig die Gabe eines breit wirkenden Antibiotikums. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, erreicht man mit dieser Behandlung nicht den Erreger selbst – Viren sind nicht mit Antibiotika zu behandeln –, aber man unterdrückt Sekundärinfektionen, ­so dass die Krankheit dann häufig milder verläuft. Zudem stärken Elektrolyte den Taubenorganismus und verbessern so die Heilungsaussichten.

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